Augenbrauen laminieren lassen: Ablauf, Ergebnis und Pflege
Augenbrauen laminieren lassen: So läuft der Termin im Studio ab, was die Laminierung optisch verändert und wie du deine Brauen danach richtig pflegst.

Inhalt dieses Beitrags
Bei einer Brauenlaminierung werden die Härchen mit Lotionen formbar gemacht und in einer neuen Richtung fixiert. Die Brauen wirken danach voller und geordneter, ohne dass etwas in die Haut eingebracht wird. Hier liest du, wie der Termin abläuft und worauf du vorher und nachher achten solltest.
Was bei der Laminierung passiert
Jedes Brauenhaar hat eine innere Struktur, die seine Form und Wuchsrichtung bestimmt. Die erste Lotion lockert diese Struktur, sodass sich die Härchen nach oben oder zur Seite bürsten lassen. Die zweite Lotion fixiert sie in der neuen Position. Zum Schluss folgt meist ein Pflegeprodukt, das die Härchen wieder geschmeidig macht.
Das Prinzip ähnelt einer Dauerwelle im Kleinformat, nur dass die Härchen nicht gelockt, sondern geglättet und ausgerichtet werden. Die Behandlung verändert die vorhandenen Härchen. Neue Härchen wachsen in ihrer natürlichen Richtung nach, deshalb ist das Ergebnis immer zeitlich begrenzt.
Der Termin Schritt für Schritt
Der genaue Ablauf unterscheidet sich von Studio zu Studio und je nach verwendetem Produktsystem. Typisch sind diese Schritte:
- Beratung. Ihr besprecht, welche Form du dir wünschst, und klärt Allergien, Hauterkrankungen und Medikamente ab.
- Reinigung. Die Brauen werden von Make-up, Creme und Hautfett befreit, damit die Lotionen gleichmäßig wirken.
- Erste Lotion. Sie macht die Härchen formbar. Die Einwirkzeit richtet sich nach Produkt und Haarstärke.
- Ausrichten. Die Härchen werden in die gewünschte Richtung gebürstet, oft mit einer Folie abgedeckt.
- Fixierung. Die zweite Lotion hält die neue Form.
- Optional: Färben und Formen. Auf Wunsch werden die Brauen gefärbt und einzelne Härchen entfernt.
- Pflege. Ein Pflegeprodukt schließt die Behandlung ab.
Plane für den ganzen Termin lieber etwas mehr Zeit ein, vor allem beim ersten Besuch. Wie die Laminierung im Vergleich zu anderen Verfahren abschneidet, zeigt die Übersicht Laminierung, Henna oder Microblading.
Vor dem Termin: Das solltest du klären
Die Lotionen sind chemisch wirksame Produkte. Sie können die Haut reizen und Allergien auslösen. Sprich deshalb vorab mit dem Studio, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft:
- Du hast empfindliche Haut, Neurodermitis, Schuppenflechte oder eine andere Hauterkrankung im Gesicht.
- Du hattest schon einmal eine allergische Reaktion auf Haarfarbe, Dauerwellmittel oder Kosmetik.
- Die Haut an den Brauen ist gerade gereizt, verletzt oder sonnenverbrannt.
- Du bist schwanger oder stillst.
- Du nimmst Medikamente ein oder verwendest Cremes, die die Haut empfindlicher machen.
Ein gutes Studio fragt von sich aus nach diesen Dingen und bietet einen Verträglichkeitstest an, bevor das Produkt an die Brauen kommt. Bei Hauterkrankungen oder Unsicherheit in der Schwangerschaft ist ein kurzes Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt sinnvoll.
Kurz gesagt: Die Laminierung formt nur die Härchen, nicht die Haut. Sie ist trotzdem eine chemische Behandlung. Kläre Allergien und Hautzustand vorher ab und halte dich danach an die Pflegehinweise deines Studios.
Das Ergebnis: Was du erwarten kannst
Direkt nach dem Termin liegen die Härchen flach und gleichmäßig in einer Richtung. Lücken wirken optisch kleiner, weil die Härchen breiter aufgefächert sind. Bei sehr feinen oder sehr wenigen Härchen fällt der Effekt naturgemäß dezenter aus.
Wie lange die Form hält, hängt von deinem Haarwachstum, deiner Haut und deiner Pflege ab. Studios sprechen meist von einigen Wochen. Mit der Zeit wachsen neue Härchen nach, die Form wird lockerer und die Brauen kehren schrittweise in ihren Ausgangszustand zurück. Mehr dazu steht im Beitrag Ergebnis, Haltbarkeit und für wen die Laminierung passt.
Pflege in den ersten Tagen
Die genauen Hinweise bekommst du von deinem Studio, und diese gehen immer vor. Üblich sind folgende Empfehlungen:
| Zeitraum | Übliche Empfehlung |
|---|---|
| Erster Tag | Brauen trocken halten, nicht reiben, kein Make-up auf den Brauen |
| Erste Tage | Auf Sauna, Dampfbad und starkes Schwitzen verzichten |
| Danach | Täglich in Form bürsten und mit einem Pflegeprodukt geschmeidig halten |
Verzichte in der ersten Zeit auf Peelings und stark wirksame Pflege direkt an den Brauen. Was den Härchen langfristig guttut, findest du unter Pflege nach der Behandlung.
Wann du lieber verzichten solltest
Wenn die Härchen nach einer vorherigen Behandlung trocken, brüchig oder gekräuselt wirken, ist eine Pause die bessere Wahl. Zu häufiges oder zu langes Laminieren kann die Härchen strapazieren. Auch bei gereizter Haut, offenen Stellen oder einer bekannten Allergie gegen Inhaltsstoffe der Produkte sollte der Termin verschoben werden.
Treten nach der Behandlung starke Rötung, Schwellung, Bläschen oder anhaltender Juckreiz auf, wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt und informiere das Studio.
Häufige Fragen
- Tut eine Brauenlaminierung weh?
- In der Regel nicht. Die Lotionen liegen auf den Härchen auf. Wenn es brennt oder stark juckt, sag sofort Bescheid, damit das Studio das Produkt abnehmen kann.
- Kann ich meine Augenbrauen nach der Laminierung schminken?
- Viele Studios empfehlen, in den ersten Stunden bis zum nächsten Tag auf Make-up an den Brauen zu verzichten. Danach sind Brauenstift oder Gel meist kein Problem.
- Wird bei der Laminierung auch gefärbt?
- Häufig ja, aber nicht zwingend. Das Färben ist ein eigener Schritt, den du im Beratungsgespräch dazubuchen oder weglassen kannst.
- Wie oft kann ich die Laminierung wiederholen?
- Das hängt vom Zustand deiner Härchen ab. Seriöse Studios raten zu Pausen zwischen den Terminen, damit sich die Brauen erholen können.
Dieser Beitrag informiert allgemein über kosmetische Behandlungen und Pflege. Er ersetzt weder die Beratung im Studio noch ärztlichen Rat. Bei Beschwerden wende dich bitte an eine Arztpraxis.